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Month: March 2021

Im Atelier I 1

Regelmäßig möchte ich einen Einblick in mein aktuelles Schaffen geben und darüber erzählen, was und womit mich gerade beschäftige. Es scheint, als ob ich derzeit irgendwie künstlerisch feststecke…ich weiß, dass ich viel kann, aber weiß nicht genau, was ich wirklich will. Wo soll meine Reise als Künstlerin also zukünftig hingehen? Was macht mich diesbezüglich glücklich und zufrieden? Um dies herauszufinden habe ich mich zu aller erst dem gewidmet, was mein Herz wirklich erfüllt: experimentieren. In Schwarz und Weiß versuche ich nun mich wieder zu erden, zu meinen künstlerischen Wurzeln zurück zu finden und mich in Komposition zu üben. Ein bisschen wie damals in der Kunstakademie, dort fingen wir im Fach Malerei auch mit Schwarz und Weiß an 😉 Doch ich möchte im Gegensatz dazu nicht gegenständlich arbeiten, sondern abstrakt – ich will spielen, probieren, experimentieren, frei und wild ohne Maßstäbe von außen.

Zu Übungszwecken habe ich einen großen Bogen Papier mit Klebeband in 6 Teile geteilt und mir eine Auswahl von Materialien in Schwarz und Weiß zusammen gesucht: Acrylfarben, Tusche, Acrylmarker, Bleistift, Kohle, Gesso, Ölkreiden und diverse schwarze Stifte. Das vorher grundierte Zeichenpapier bemale ich ganz nach meiner Intuition.

Beim zweiten Versuch habe ich meinen Fokus darauf gelegt zurückhaltender zu sein, denn beim ersten Blatt war mir zu viel los, finde es insgesamt zu unruhig alles. Habe ich ein Blatt soweit bemalt, dass ich zufrieden bin, zerschneide ich es in 6 Teile und arbeite an jedem individuell weiter. Ich suche Komposition, Harmonie und möchte herausfinden, was mir gefällt. Eine gute Übung, die mich nun eine Zeit lang auf meinem Weg begleiten soll.

Hier einige, die mir bislang schon sehr gut gefallen, in einzelner Ansicht. Ich bin selbst gespannt, was noch daraus wird…

Ich wünsche ein schönes Wochende.

Auf ein neues!

Das bin ich 1996 – das Polaroid hängt in meinem Atelier und ich erinnere mich noch sehr gut, wie aufgeregt ich damals war: das Pädagogik-Studium nach 8 Semestern geschmissen, ins Ausland gezogen und nicht wissend, was in den kommenden 4 Jahren auf mich zukommen wird.

Ob die Entscheidung richtig war oder nicht, vermag ich heute gar nicht sagen zu können….jedenfalls hat sie mich dorthin gebracht, wo ich heute bin. ABER: ich kann euch verraten, ich suche mich noch immer! Warum veröffentliche ich hier heute also ein altes Foto, dass seit 25 Jahren relativ unbeachtet an meiner Wand hängt? Ich habe mich dazu entschieden wieder einen Blog zu schreiben und mich als Künstlerin zu zeigen. Die Internet-Adresse sehgang.de habe ich damals im Studium erworben, zu dem Zeitpunkt gab es weder soziale Medien noch Content Managment Systeme. Und weil mich nun auch diese Adresse schon so lange begleitet, erinnerte ich mich an das Bild, an dem ich mehrmals täglich achtlos vorbei gehe.

Die Idee, meinen Blog neu aufzusetzen, nachdem so geschätzte 10 Jahre des Brachliegens vergangen sind, habe ich durch Louise Fletcher bekommen. Sie ist eine englische Künstlerin, die ich vor wenigen Wochen bei YouTube entdeckte und deren Podcast Art Juice ich als absolut inspirierend empfinde. Auf der Suche nach mir selbst ‘wer bin ich eigentlich als Künstlerin?’ befinde ich mich gerade und durfte hören, dass ich nicht alleine bin mit mit meinen Zweifeln an mir als Künstlerin, dass es den meisten so geht wie mir….puuuuh! Ich hoffe, dass ich mit der Wiederbelebung meines Blogs mir selbst und vielleicht ja auch anderen dabei helfen kann, wieder auf den künstlerischen Weg zu finden, von dem ich irgendwie runter gestolpert bin. Wie und warum ich abkam, diese Ergründung wird wohl einige weitere Beiträge benötigen.

Und das bin ich heute

Abenteuer Internet 2.0 ich koooooommeeeeeeee!!!